Praxis für Psychotherapie
Dr. med. Sabine Kämpf

Fehl- oder Totgeburten sind für ein Paar sehr belastend. Die Trauer und die Wut darüber, dass es passiert ist, wird sehr unterschiedlich von Männern und Frauen gelebt und verarbeitet. Diese Emotionen sind auch beeinflusst von der Dauer des Kinderwunsches oder auch von der Entstehung der Schwangerschaft, ob auf natürlichem Weg oder durch eine Kinderwunschbehandlung. Es können Schuldgefühle auftreten: dass der Körper das Kind nicht behalten hat oder bei Schwangerschaften, die zwar ungeplant eingetreten sind, aber dann gerne angenommen wurden.  Bei einer Fehlgeburt vor der 12.Schwangerschaftswoche, wird  in der Regel eine Ausschabung (Abrasio) in Vollnarkose vorgenommen. Oft stellt sich jetzt ein Gefühl ein, in einer Parallel-Welt zu sein: eben noch schwanger, jetzt nicht mehr, ohne dass sich äußerlich etwas verändert hat. Die Paare fragen sich, ob sie „das Recht“ auf Trauer überhaupt haben. Bei späteren Fehlgeburten oder Totgeburten werden die Kinder auf normalem Weg entbunden. Dies ist schwer, da der Geburtsvorgang nicht mit einem lebendigen Kind belohnt wird. Dennoch kann es helfen, sich bewußt von seinem Kind zu verabschieden und den Trauerprozess beginnen zu können.

Unabhängig vom Zeitpunkt der Fehl- oder Totgeburt in einer Schwangerschaft, ist ein Trauerprozeß mit allen Emotionen wichtig zur Verarbeitung. In den Gesprächen findet die Trauer seinen Platz, den es braucht, um den Verlust des Kindes verarbeiten zu können.

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